Das Eckventil wird zum „Hygiene-Sensor“

Die Einhaltung bestimmter Wassertemperaturen bei Warm- und Kaltwasser bis zur Armatur spielt für einen hygienisch einwandfreien Betrieb einer Trinkwasser-Installation eine bedeutende Rolle. Die Temperatur hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Ausbreitung gesundheitsgefährdender Mikroorganismen. Doch wo und wie messen? Ganz einfach: Ein Temperaturfühler macht das Eckventil zum digitalen Sensor und leitet die Informationen an das SCHELL Wassermanagement-System SWS weiter. Dort werden die Temperaturverläufe protokolliert und können für Steuerungsprozesse herangezogen werden.

Warum Temperatur so wichtig ist

Um zu verhindern, dass in der Installation stehendes Wasser zur idealen Brutstätte für Legionellen und Co. wird, darf die Warmwassertemperatur nicht unter 55 °C sinken, die Kaltwassertemperatur soll maximal 25 °C, besser 20 °C, nicht überschreiten. Schließlich können Legionellen eine gefährliche Lungenentzündung auslösen.

Aus diesem Grund müssen Gebäudebetreiber hierzulande dafür sorgen, dass die Temperaturen im gesamten Warmwasserbereich über 55 °C liegen (Warmwasserspeicher 60 °C, Zirkulationssystem mind. 55 °C) und die Temperaturen im Kaltwasserbereich bei max. 25 °C. Über die SCHELL Temperaturfühler kann die Einhaltung an der Entnahmestelle und im System kontrolliert werden. Der Betreiber hat alle drei Tage (72 Stunden) für einen vollständigen Wasserwechsel zu sorgen. Dieses Intervall darf auf maximal sieben Tage verlängert werden, wenn hygienisch einwandfreie Verhältnisse vorliegen (VDI 6023-1). Muss dies umständlich von Hand kontrolliert werden, ist es ein erheblicher zeit- und personalintensiver Aufwand. Das geht auch einfacher …


 

Regelmäßiger Wasserwechsel mit SCHELL SWS

Ein regelmäßiger Austausch über die Entnahme-Armaturen verhindert, dass die Wassertemperatur in den hygienekritischen Bereich steigt bzw. fällt, da entsprechend temperiertes Wasser nachfließt. Erfolgt die Entnahme nicht durch regelmäßige Nutzung der Installationen im Gebäude, müssen regelmäßige Stagnationsspülungen durchgeführt werden. Diese können mit dem SCHELL Wassermanagement-System SWS (SCHELL SWS) zentral und ortsunabhängig gesteuert und kontrolliert werden. Eingebunden in SCHELL SWS wird das Eckventil COMFORT PT zum wichtigen Baustein für Trinkwasserhygiene. Mithilfe des Temperaturfühlers lässt sich die Einhaltung der vorgeschriebenen Wassertemperaturen permanent messen und auf dem SCHELL Wassermanagement-Server protokollieren. Alle 15 Minuten erfolgt eine automatische Temperaturabfrage des Wassers durch den Server. Im Falle einer Thermischen Desinfektion leistet der Temperaturfühler zusätzlich unterstützende Dienste: Per Temperaturabfrage des Wassers durch den Server im Intervall von 15 Sekunden wird die Einhaltung der geforderten 70 °C über eine Dauer von 3 Minuten dokumentiert. Neben dem Eckventil COMFORT PT mit Temperaturfühler bieten wir beispielsweise auch Temperaturfühler für die Aufputz-Waschtisch-Armatur WALIS E, für LINUS Duschpaneele sowie LINUS Dusch- und Waschtisch-Armaturen an.

 

 

SCHELL SMART.SWS: Wassermanagement per Fernzugriff

Mit SMART.SWS, der innovativen Ergänzung des SCHELL Wassermanagement-Systems SWS, können Nutzer per Fernzugriff online Analysedaten abrufen und wichtige Statusmeldungen und Auswertungen unterwegs prüfen – ganz egal wo sie sich aufhalten. Sie haben weltweit Zugriff auf ihre Gebäude und immer den Überblick. Im SMART.SWS Dashboard werden Wasserverbräuche, Stagnationsspülungen und mehr übersichtlich angezeigt. Über den Online-Service können zum Beispiel Hygienespülungen ganz einfach konfiguriert werden. Bei Bedarf können Einstellungen jeder einzelnen Armatur angepasst werden. Durch die Überwachung der Betriebsparameter (VDI 6023) haben die Nutzer stets die volle Kontrolle, können Effizienz und Nachhaltigkeit gezielt steuern – und steigern.

Temperaturfühler sind echte Multitalente

Fazit: Wassertemperaturen sind ein relevanter Indikator für den hygienischen Zustand des Trinkwassers. Daher eigenen sich Temperaturfühler sowohl zum Steuern von Stagnationsspülungen und Thermischen Desinfektionen als auch zur Dokumentation des hygienischen Status des Trinkwassers. Zur Übermittlung der Temperaturdaten werden die Temperaturfühler an die Bus-Extender der jeweiligen Armatur angeschlossen. Übrigens können die Temperaturfühler auch ohne Armatur mittels eines Bus-Extenders in ein SWS integriert werden.

 

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