Neue EU-Trinkwasser-Richtlinie erschienen

Am 23.12.2020 ist in Brüssel die „Richtlinie über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch“ im Amtsblatt der Europäischen Union auf 62 Seiten erschienen. Sie muss bis spätestens zum 13. Januar 2023 in allen europäischen Ländern in nationales Recht überführt werden. 

Diese Neufassung geht direkt auf die erste erfolgreiche europäische Bürgerinitiative „Right2Water“ zurück. Diese Initiative forderte, dass die Europäische Kommission in einem Gesetz das Recht auf Wasser und auf sanitäre Grundversorgung als Menschenrecht verankert.

Um dieses Ziel zu erreichen, stellt die EU mit dieser Richtlinie unter anderem sicher, dass Leitungswasser in der gesamten Union bedenkenlos getrunken werden kann. Damit soll die Verwendung von Leitungswasser gefördert und indirekt die Menge an Kunststoffabfällen (Flaschen) und Treibhausgasemissionen (Transport von Flaschen) verringert werden. Weiterhin gibt es in dieser Richtlinie auch Vorgaben an die Nationalstaaten, die Trinkwasserbereitstellung im öffentlichen Raum und z. B. in Restaurants und Kantinen zu fördern. 

Zu den Zielen des Verbraucher- und Umweltschutzes (auch Wassersparen) passt es dann auch, dass etwa für hormonwirksame Substanzen, Arzneimitteln und Mikroplastik ein System von Beobachtungslisten in die Trinkwasser-Richtlinie erstmals aufgenommen wurde. Konkret wird aber auch auf die Trinkwasser-Installation in Gebäuden ausführlich eingegangen. Beispielsweise müssen nun Vorgaben für Werkstoffe in Kontakt mit Trinkwasser europaweit vereinheitlicht werden – auf Basis des vor allem in Österreich, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland etablierten und von Schell längst umgesetzten Systems.

Weiterhin wurden Parameter an den aktuellen Kenntnisstand angepasst, deren Überwachung und deren Dokumentation ausgeweitet und es gibt nun erstmalig europaweit den Parameter „Legionellen“ mit einer Überwachungspflicht in Gebäuden vor allem im öffentlichen Bereich. 

Insgesamt sind dies sehr gute Nachrichten aus Brüssel für die Verbraucher, die Umwelt.

Wenn die Überwachung der Trinkwasserqualität verstärkt und mehr Trinkwasser getrunken wird, werden regelmäßige Stagnationsspülungen, die Dokumentation hygienisch relevanter Parameter und die vorausschauende Wartung an Bedeutung zunehmen. Gut, dass Schell innovative und intelligente Lösungen bietet, mit denen die Trinkwasserhygiene zum Kinderspiel wird. Das Wassermanagement-System SWS und der darauf aufbauende Online Service SMART.SWS, unterstützen und erleichtern schon heute die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben. Überwachung, Steuerung und Dokumentation der Trinkwasserinstallation werden so für den Gebäudeverantwortlichen komfortabel unterstützt.

 

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