Spülstationen sind von gestern: Heute zählen elektronische Armaturen

Früher waren Spülstationen eine gute Lösung, um die Trinkwasserhygiene positiv zu beeinflussen. Mit der Option zu automatisierten Stagnationsspülungen bieten elektronische Armaturen heute jedoch die bessere Unterstützung beim Erhalt der Trinkwasserhygiene – und sind noch dazu wirtschaftlicher und praktischer in der Installation.

Spülen über alle Entnahmestellen, nicht nur über die Spülstation

Spülstationen waren ein wichtiger Entwicklungsschritt in der Evolution der Objektarmaturen. Mit der Erkenntnis, dass Bakterien über ungenutzte Entnahmestellen auch gegen die Fließrichtung in die Trinkwasser-Installation gelangen können, ist ihr Beitrag zur Trinkwasserhygiene heute jedoch nicht mehr ausreichend. Denn eine Spülstation in einer Ringleitung oder am Ende einer Reihenleitung entbindet nicht von der Pflicht, über alle Entnahmestellen zu spülen (siehe Punkt 5.3.8, VDI 6023 Blatt 1). Erst der Betrieb der Trinkwasser-Installation über alle Entnahmestellen unter Berücksichtigung der planerisch zu Grunde gelegten Gleichzeitigkeiten sorgt für den bestimmungsgemäßen Betrieb. Dabei müssen spätestens 72 Stunden nach der letzten Nutzung alle Entnahmestellen gespült werden. Um die erforderlichen Gleichzeitigkeiten zu erreichen, müssen in der Regel mehrere Entnahmestellen gleichzeitig geöffnet werden. Spülstationen tragen nur sehr selten dazu bei, diesen Aufwand zu verringern, sie haben eine Literleistung von 2 l/min bis max. 15 l/min (zumeist 10 l/min), was der Spülleistung von maximal 3 Sanitärarmaturen (5l/min) entspricht. Sie liefern also entgegen der gängigen Annahme keine besondere Unterstützung beim Erhalt der Trinkwasserhygiene und können sie niemals allein sichern. 

Komplizierte Installation

Auch beim Thema Wirtschaftlichkeit und Installationspraxis haben elektronische Armaturen – wie die von SCHELL – Spülstationen einiges voraus. Spülstationen benötigen in der Regel eigene Wasser- und Abwasseranschlüsse sowie einen Netzanschluss. Darüber hinaus sind sie deutlich größer als jede elektronische Armatur. Diese Kombination erschwert die Installation erheblich. In der Vergangenheit wurden komplexe – teure – Umbauten gerade bei Renovierungen in Kauf genommen, um die Trinkwasserhygiene bestmöglich zu unterstützen. Dank der ausgereiften Armaturentechnik von heute ist das nicht mehr nötig.

Einfacher, günstiger und praktischer als Spülstationen

Elektronische Armaturen können durch die Option zu Stagnationsspülungen die Funktion einer Spülstation übernehmen. Sie können zum Beispiel so programmiert werden, dass 24 Stunden nach der letzten Nutzung automatisch eine Stagnationsspülung erfolgt. Ihre Literleistung kann bei Bedarf mit dem Einbau eines Strahlreglers erhöht werden. Darüber hinaus sind sie design- und kostentechnisch attraktiver und benötigen deutlich weniger Platz als Spülstationen. Optimal für die Nachrüstung sind batteriebetriebene elektronische Armaturen, die ohne eigenen Stromanschluss auskommen. 

Elektronische Armaturen für moderne Sanitärraume

Im modernen Sanitärraum haben Spülstationen also ausgedient. Technisch, hygienisch und wirtschaftlich sind elektronische Armaturen die bessere Lösung. Neben der leichteren Installation liefern sie wertvolle Unterstützung beim Erhalt der Trinkwasserhygiene. In Verbindung mit einem Wassermanagement-System – wie dem Wassermanagement-System SWS von SCHELL – können sie sogar noch einfacher programmiert, gesteuert und überwacht werden. Die Einstellung von Gleichzeitigkeiten über das System ist dabei bequem zentral möglich, erfolgte Stagnationsspülungen können zudem dokumentiert werden. Mehr zu SCHELL SWS erfahren Sie hier. Was Sie als Betreiber mit Blick auf die Trinkwasserhygiene noch alles beachten sollten, lesen Sie in diesem Beitrag

Sie möchten wissen, wie eine moderne Installation ohne Spülstation funktionieren kann? Dann schauen Sie in den kommenden Tagen erneut im Blog vorbei. Der nächste Beitrag enthält ein Praxisbeispiel mit der Wandauslauf-Armatur WALIS E, der Ideallösung für Kaltwasser- und Mischwasser-Entnahmestellen.

 

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