Weltwassertag am 22. März: Wie ist die Lage hierzulande?

Seit 1993 ist der 22. März Weltwassertag, denn Wasser ist wertvoll – aus diesem Grund entstand 1992 auf einer UN-Weltkonferenz die Idee zu diesem besonderen Tag. Grund genug für uns, einmal zu diesem Termin die „Wasser-Lage“ in Deutschland unter die Lupe zu nehmen.

Unsere Wasser-Ressourcen sind vielfältig.

Grundwasser sammelt sich in unterirdischen Hohlräumen, wenn Regen- oder Schmelzwasser im Boden versickert oder wenn Wasser aus Bächen, Flüssen und Seen durch Spalten in den Untergrund fließt. Auf diese Weise erneuert es sich immer wieder. In Deutschland stehen insgesamt etwa 188 Mrd. Kubikmeter Wasser zur Verfügung, die sich jährlich regenerieren. Von dieser Menge nutzen wir etwa 17 %. Für die öffentliche Wasserversorgung werden 5,1 Mrd. Kubikmeter entnommen, also gut 2,7 % der zur Verfügung stehenden Menge. Unser Trinkwasser stammt zu 61,5 % aus Grundwasser (aus einer Tiefe ab 50 m), zu 30,3 % aus Oberflächenwasser (fließende Gewässer, Talsperren, Seen) und zu 8,2 % aus Quellen (an die Oberfläche tretendes Grundwasser). Deutschlands Fläche ist zu 10 % Wasserschutzgebiet, um das wichtige Grundwasser zu schützen. Dies wird über das jeweils zuständige Wasserwerk kontrolliert. Kontrolliert wird übrigens auch die Qualität unseres Trinkwassers, deshalb zählt es zu unseren bestkontrollierten Lebensmitteln. Wie das kommt? In Deutschland garantiert die Einhaltung der Trinkwasserverordnung, dass Trinkwasser gesundheitlich unbedenklich und frei von vermeidbaren Verunreinigungen ist. Mehr als 99 % der Messwerte unseres Trinkwassers genügen den Anforderungen der Trinkwasserverordnung oder übertreffen sie sogar. Das bedeutet, dass wir unser Leitungswasser sorgenfrei entnehmen und trinken können. Zu beachten ist: Hat das Wasser länger als vier Stunden in der Leitung gestanden (stagniert), sollte es vorsichtshalber nicht als Lebensmittel genutzt werden. Das ist aber kein Problem: Einfach das Stagnationswasser ablaufen lassen bis wieder frisches Wasser kommt. Per Fingerprobe erkennt man das frische Wasser, das deutlich kühler ist als das Stagnationswasser.

Leitungswasser trinken schont den Geldbeutel – und die Umwelt.

Trotzdem: Die Nachfrage nach Flaschenwasser boomt. 89 Mrd. Liter Wasser pro Jahr werden weltweit in Plastikflaschen abgefüllt. Gut 80 % davon werden nicht recycelt. In Deutschland sind mindestens 800 Mio. PET-Flaschen jährlich im Umlauf. Kein Drittel des deutschen Mineralwassers wird noch in Glasflaschen verkauft, 60 % wird in Plastikflaschen verkauft. Dass sich hinter der Bezeichnung „Tafelwasser“ schlicht ein völlig überteuertes, mit Kohlensäure und anderen Stoffen versetztes Leitungswasser verbirgt, wissen die meisten nicht. Abgesehen vom Preis sprechen ökologische und gesundheitliche Aspekte dafür, das Wasser aus der Leitung zu trinken. Die Ökobilanz des Flaschenwassers ist verheerend: Es verursacht 90–1.000 Mal mehr Umweltbelastungen als Leitungswasser. Sind die Flaschen aus Plastik, wird es noch dramatischer, denn diese bestehen aus Kunststoff, der aus der endlichen Ressource Erdöl hergestellt wird und bis zu 500 Jahre braucht, um zu zerfallen. Zu allem Überfluss – im Wortsinne – ist der Transport des Flaschenwassers meist mit langen Lieferwegen verbunden. Das ist energieaufwendig und belastet die Umwelt. Es lohnt also in jeder Hinsicht, Leitungswasser zu trinken.

Gutes hat seinen Preis?

Ja, aber den muss man in Relation setzen. Bestes Beispiel dafür ist der Leitungswasserpreis in Deutschland: 1 Liter Trinkwasser kostet hierzulande gut 0,2 Cent. Zum Vergleich: Mineralwasser in Flaschen kostet zwischen 19 und 50 Cent/Liter. Das bedeutet: Für 1 Euro erhält man ca. 500 Liter Leitungswasser, aber nur 2–5 Flaschen Mineralwasser. Allerdings sind die Preise unserer Wasserversorger verglichen mit anderen Industrieländern sehr hoch – von 2000 bis 2010 stiegen sie um 13 %. Das führt dazu, dass hier viele Menschen auf eine sparsame Verwendung achten. Damit ist Deutschland sowohl beim Wassersparen als auch beim Wasserpreis ganz weit vorn.

Dafür nutzen wir unser Wasser!

Hierzulande verbraucht jeder Mensch im Schnitt 125 Liter Trinkwasser täglich. Damit ist der individuelle Wassergebrauch seit 1990 um 15 % gesunken. Dabei gibt es große regionale Unterschiede: Der Verbrauch variiert zwischen 84 Litern Verbrauch je Einwohner und Tag in Sachsen und 135 Litern in NRW. Gut 36 % davon verwenden wir für den Bereich der Hygiene (Baden, Duschen und Körperpflege), was den Stellenwert der Hygiene in unserer Gesellschaft unterstreicht. Mit großem Abstand folgen dann die anderen Lebensbereiche.

Wasser ist eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen.

Unser gutes Trinkwasser ist nicht nur Durstlöscher und spült die Toilette, sondern dient unserem Körper als wichtigster Nährstoff. Unser Körper besteht zu 50–70 % aus Wasser, unser Blut sogar zu 90 %. Täglich verlieren wir ungefähr 2,5 Liter Flüssigkeit durch Schweiß, Atmung und Körperausscheidung. Das Wasser transportiert schädliche Stoffe aus dem Körper und gibt ihm durch Trinken verlorenen Mineralstoffe wieder zurück. Wer also regelmäßig Wasser trinkt, versorgt seine Zellen mit Wasser, den darin enthaltenen Nährstoffen und Sauerstoff. In der Folge arbeiten Muskeln, Gehirn und Immunabwehr besser, wir fühlen uns leistungsfähiger, wacher und konzentrierter. Darüber hinaus reguliert Wasser unsere Körpertemperatur und beugt bei ausreichender Zufuhr einer Übersäuerung in Stresssituationen vor.

Hygiene unterstützen und Wasser sparen? Mit elektronischen Armaturen kein Problem!

Damit das Trinkwasser stets hygienisch bleibt und diese wichtige Ressource für uns stets gefahrlos nutzbar ist, gelten für öffentliche und halböffentliche Bereiche Regeln, die auch im privaten Bereich sinnvoll sind. Die Regelwerke fordern spätestens alle 72 Stunden einen kompletten Wasserwechsel in allen Rohrleitungen und an allen Entnahmestellen, um eine gefährliche Vermehrung von Bakterien zu vermeiden. Regelmäßigen Stagnationsspülungen sind also unabdingbar – und es gibt eine einfache Lösung: Mit berührungslosen, elektronischen Armaturen von SCHELL können Stagnationsspülungen unkompliziert und effektiv erfolgen. Sie können nicht nur in Bezug auf Laufzeiten und Sensorreichweite programmiert werden, sondern diese lassen sich dann auch automatisiert durchführen. Auf diese Weise wird auch bei potenziellen Betriebsunterbrechungen oder in Urlaubszeiten der bestimmungsgemäße Betrieb simuliert und somit der nötige Wasserwechsel sichergestellt. Ein weiterer wichtiger Pluspunkt ist das Wassersparen: Berührungslose, elektronische Armaturen sparen im Vergleich zu regulären Einhebelmischern bis zu 62 % Wasser durch die intelligente Einstellung von Laufzeiten und Erfassungsbereichen.

Wer also unsere lebenswichtige Ressource Wasser sorgfältig, sparsam und durchdacht nutzen möchte, ist mit Armaturen von SCHELL bestens beraten. Als Experten für Trinkwasserhygiene unterstützen wir Sie gern – nehmen Sie Kontakt auf!

Hier können Sie sich zudem ein informatives Schaubild rund um das Thema Wasser in Deutschland herunterladen!

 

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